Schritt 1 - Budget festlegen
Eine interessante Tatsache ist, dass die Mehrheit der Schweizer Einwohner, Mieter und nicht Eigentümer ihrer Wohnung/Hauses sind. Die hohen Kosten für Wohneigentum sind hauptsächlich der Grund dafür.
Im Vergleich zu anderen Ländern wird deutlich, wie teuer Immobilien in der Schweiz sind. Ein Einfamilienhaus kostet in der Regel mehr als das 8-fache eines durchschnittlichen Haushaltseinkommens. Die Investition in Immobilien ist trotzdem auch in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sicher:
- Laut Credit Suisse vom 10. März 2010 ist der schweizerische Immobilien-Markt im Tessin mit Preiserhöhungen von bis zu 5 % gegenüber dem Vorjahr sehr stabil.
- Am 21. April 2010 wurde der globale Hauspreisindex (4. Quartal 2009) von Knight Frank veröffentlicht, der einen jährlichen Preisanstieg von 6,9 % bei Schweizer Immobilien meldet.
- Die Nachfrage nach Schweizer Immobilien steigt zudem vor allem durch zunehmendes Interesse von Beziehern hoher Einkommen, die Steuervorteile nutzen wollen. Durch den Mangel an geeigneten Objekten in der Gegend von Waadt und Genf gibt es eine verstärkte Konzentration auf das Tessin.
- Über die Internetseite „homegate.ch“ veröffentlichte die Zürcher Kantonalbank (ZKB), dass gegenüber dem vierten Quartal 2009 im ersten Quartal 2010 die Preise der beworbenen Mietobjekte im Tessin um 1,3% gestiegen sind.
- Aktuelle Wechselkursentwicklungen ermöglichen es, Vorteile aus dem starken Schweizer Franken zu ziehen. Das zusätzliche Kapital, das nun in die Schweiz fließt, trägt dazu bei, dass die Zinsen, einschließlich der Hypothekenzinsen, in Schweizer Franken niedrig bleiben. Es besteht vielmehr vielleicht sogar die Gefahr, dass die Schweizer Regierung, wie in den 70er Jahren, auf in der Schweiz angelegtes ausländisches Kapital eine negative Verzinsung einführen wird.
- Wir sehen, dass der vor kurzem starke Wertverlust des Euro und des Pfund Sterling tatsächlich die Nachfrage nach Schweizer Immobilien erhöht hat. Nach Jahren relativ stabiler Preise, steigen diese wieder.
- Das eidgenössische und kantonale Steuersystem ist sehr attraktiv und konkurriert mit denen der weltweit attraktivsten Länder.
Um Immobilien in der Schweiz kaufen zu können, benötigen Sie Eigenkapital von etwa 30 bis 50 % vom Wert des zu erwerbenden Eigentums. Es ist auch kein Geheimnis, dass der Erwerb von Eigentum normalerweise immer mehr kostet, als man anfangs dachte. Infolgedessen ist es eine sehr lohnende Übung, das Eigenkapital, über das Sie für den Erwerb verfügen zu berechnen und gleichzeitig die monatliche Belastung, die Sie tragen können.
Zum Schluss einige weise Worte von Cor van Zadelhoff, einem Holländer, der die Zadelhoff Makelaars Immobiliengesellschaft im Jahr 1968 gründete. Immobilien sind letztlich Ziegel und Mörtel, die entscheidenden Fragen, die man sich beim Kauf einer Immobilie stellen muss sind immer die Gleichen: Ist die Qualität und Lage des Gebäudes das Geld wert?
Für Interessierte: Es gibt auch technische Gründe, warum Gebäude in der Schweiz und insbesondere in einer bergigen Umgebung teurer sind als anderswo:
- Die Vorbereitungen der Baustelle sind in der Regel sehr kostspielig und erfordern das Entfernen von großen Erdmassen aufgrund der Lage in den Bergen, um eine flache Baustelle zu erhalten (siehe das Bild unten für Details).
- Wegen der engen Straßen in den Bergen ist der Transport von Baustoffen mit großen LKWs nicht möglich. Daher werden kleinere LKWs sowie Hubschrauber für den Transport verwendet.
- Der Bau erfolgt auf umweltfreundliche Weise. Auch dies erhöht die Kosten.



Eine typische tessinische Gasse.